Meinung Archive

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Was J.R.R. Tolkien mit Albus Dumbledore zu tun hat

(English) One word from J.R.R. Tolkien's poem 'Errantry' might have lead to the creation of Dumbledore.

Dieser Artikel ist leider nur auf Englisch erschienen, da er sich mit Wörterbucheinträgen rund um Albus Dumbledore, den führenden Magier der Harry Potter-Reihe der britischen Autorin J.K. Rowling, beschäftigt.

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Bücher, die ich im Grundstudium gelesen haben sollte: Danke, Anglistikstudium!

Es ist mal wieder die Zeit, das Arbeitszimmer aufzuräumen und sich selbst zu beweisen, daß man doch kein Altrücher ist (vulgo: Lumpensammler) und für Ordnung sorgen kann. Dabei fallen einem...

Es ist mal wieder die Zeit, das Arbeitszimmer aufzuräumen und sich selbst zu beweisen, daß man doch kein Altrücher ist (vulgo: Lumpensammler) und für Ordnung sorgen kann. Dabei fallen einem natürlich immer wieder Sachen in die Hände die die Angewohnheit haben, doch zu weiterer Zeitverschwendung zu führen. Mein heutiges Beispiel: Die Leseliste meines Grundstudiums der Anglistik, daß ich 1993 begonnen habe. Die nachfolgenden Titel sollte ich innerhalb von vier Semestern gelesen haben. Ein Who’s Who der Literaturgeschichte. Was meinst du dazu – selbst eine Leseliste an deiner Uni gehabt? Ich freue mich über Kommentare.

Leseliste für das Grundstudium

Erzähltexte

Chaucer. “The Pardoner’s Tale.”
Defoe. Moll Flanders; Robinson Crusoe
Fielding. Joseph Andrews

Austen. Emma; Pride and Prejudice
E. Bronte. Wuthering Heights
Ch. Bronte. Jane Eyre
Crane. The Red Badge of Courage
Dickens. Oliver Twist; Great Expectations
G. Eliot. The Mill on the Floss; Adam Bede
Hardy. Tess of the d’Urbervilles; The Return of the Native
Hawthorne. The Scarlet Letter
James. The Portrait of a Lady
Melville. Moby Dick
Twain. Huckleberry Finn.

Anderson. Winesburg, Ohio
Atwood. Surfacing
Barnes. Flaubert’s Parrot; Staring at the Sun
Bellow. Herzog
Brookner. Hotel du Lac; Family and Friends
Conrad. Heart of Darkness; Lord Jim
Drabble. The Middle Ground
Doctorow. Ragtime; Billy Bathgate
Faulkner. The Sound and the Fury; Light in August
Fitzgerald. The Great Gatsby
Forster. Howards End; A Passage to India
Fowles. The French Lieutenant’s Woman
Hemingway. Short Stories
Ishiguro. An Artist of the Floating World; The Remains of the Day
Joyce. Portrait of the Artist; Dubliners
Lawrence. Sons and Lovers
Lessing. Memoirs of a Survivor
Lively. Moon Tiger
McEwan. The Cement Garden; First Love; Last Rites
Mansfield. Bliss and Other Stories; The Garden Party and Other Stories
Morrison. Song of Solomon; Tar Baby
Pynchon. The Crying of Lot 49
Roberts. The Visitation
Roth. The Ghost Writer
Salinger. Nine Stories
Silko. Ceremony
Spark. The Comforters; Loitering with Intent
Stein. Three Lives
Swift. Waterland; The Sweet Shop Owner
Toole. The Confederacy of Dunces
Tyler. The Accidental Tourist
Updike. Rabbit at Rest
Walker. The Color Purple
Weldon. Female Friends; Praxis
White. The Solid Mandala
Wilson. Late Call.
Woolf. Mrs. Dalloway; To the Lighthouse

Dolley (ed.). English Short Stories
Cochrane (ed.). American Short Stories
Bradbury (ed.). Modern British Short Stories

Drama
Everyman
Marlowe. Doctor Faustus
Shakespeare. Richard III; King Lear; A Midsummer Night’s Dream

Congreve. The Way of the World
Jonson. Volpone
Wycherly. The Country Wife

Goldsmith. The Stoops to Conquer
Sheridan. The School for Scandal

Shaw. Major Barbara; St. Joan
Synge. Riders to the Sea; Playboy of the Western World
Wilde. Lady Windermere’s Fan; The Importance of Bein Earnest

Ayckbourn. Absurd person Singular
Bond. Saved
Churchill. Top Girls; Serious Money
Edgar. Maydays
Gray. Quartermain’s Terms
Mamet. Glengary Glen Ross
Mercer. After Haggarty
Miller. Death of a Salesman
Norman. ‘night, Mother
O’Neill. Long Day’s Journey into Night
O’Casey. Juno and the Paycock
Pinter. The Caretaker
Shaffer. Equus; Amadeus
Shepard. True West
Stoppard. Rosencrantz and Guildenstern Are Dead
T. Williams. A Streetcar Named Desire

Lyrik

Shakespeare.
Donne, Milton, Pope.
Blake, Wordsworth, Coleridge, Byron
Shelley, Keats
Browning, Tennyson, Hopkins
Whitman, E. Dickinson, W.C. Williams, E. Pound, W. Stevens
Yeats, Eliot, Auden, Thomas Larkin, Hughes, S. Plath, Heaney, Causeley, Pickard
(und weitere aus New Oxford Book of English Verse, ed. Helen Gardner)

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38 Jahre danach findet Nordirland endlich Ruhe – “Bloody Sunday” Bericht veröffentlicht

Nach über zehn Jahren Arbeit, 5.000 Seiten Papier und 200 Millionen Pfund Sterling hat die von Lord Saville geführte Untersuchungskommission gestern, am 15. Juni 2010, ihren Abschlußbericht zu den Vorfällen am “Bloody Sunday” vorgelegt. Am 30. Januar 1972 wurden in der nordirischen Stadt Derry bein einer Demonstration dreizehn katholische Zivilisten erschossen und ebensoviele verwundet. Kurz nach dem Ereignis wurde die ganze Angelegenheit vertuscht; die britische Eliteeinheit, die angeblich aus Notwehr gefeuert hatte, wurde reingewaschen.

Fast vierzig Jahre später ist nun die Wahrheit ans Licht gekommen – und Nordirland, Irland und Großbritannien können endlich ein weiteres, schreckliches Kapitel ihrer gemeinsamen Geschichte abschließen und in eine friedliche Zukunft blicken.

Der britische Premierminister, David Cameron, entschuldigte sich in einer öffentlichen Ansprache im House of Parliament offiziell im Namen der Regierung und Grobritanniens bei den Angehörigen der Opfer:

“There is no doubt. There is nothing equivocal. There are no ambiguities. What happened on Bloody Sunday was both unjustified and unjustifiable. It was wrong.” (Es gibt keine Zweifel. (Die Ergebnisse des Berichts sind) unmißverständlich. Es gibt keine Unklarheiten. Was am Blutsonntag geschah, ist nicht zu rechtfertigen und war unverantwortlich.)

Ich erinnere mich noch gut daran, daß eine Nordirin, die ich während meines Auslandsaufenthaltes in Schottland kennengelernt hatte, von sich meinte: “Ich wohne in der Nähe der Polizeistation, die die meisten Bombenanschläge in Nordirland hinter sich hat. Mir ist es egal, worum es geht, ob es nun Protestanten oder Katholiken, Briten oder Iren sind. Ich will endlich Frieden.”

Die Freunde und Familie der Opfer des “Bloody Sunday” waren gestern in Derry während einer Liveübertragung auf dem Guild Hall Square dabei – und ihr Jubel war ohrenbetäubend.

Der nachfolgende Bericht vom ZDF fängt die Stimmung ein:

ZDF.de: Blutsonntag von Londonderry neu bewertet

Der gesamte Bericht ist auf der Webseite der Untersuchungskommission im Volltext nachzulesen: http://www.bloody-sunday-inquiry.org

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Stirb, Winter. Stirb!

Noch letzte Woche sah es in Berlin so aus wie auf diesem Foto. Alle hatten schon von Frühling gesprochen, die ersten Blumen hatten sich herausgetraut, die kurzen Röcke, kurzärmeligen T-Shirts wurden hervorgeholt, die Winterjacken weggepackt.

Und dann schlug der Winter wieder zu. Zeigte, daß er es auch dann noch drauf hatte, wenn er eigentlich schon als besiegt galt. Zeigte seinen größten Kritikern, daß wir ihn nicht vergessen sollen – denn Winter wird kommen.

Genießt den Frühling. Solange es ihn gibt.

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Ein Dankeschön an den niederländischen Journalismus für interessante Fragen

Heute mußte ich ernsthaft grinsen, als ich bei der Berliner Morgenpost einen Artikel über einen niederländischen Journalisten las, dessen kurze Frage als Versatzstück auf Youtube.com bereits über einhunderttausend Mal angeschaut worden ist. Er hakte bei Angela Merkel nach, wie sie mit einem Mann als Finanzminister zusammenarbeiten könne, der mal eben 100.000 Mark in seiner Schublade vergessen konnte (siehe die CDU-Spendenaffäre.)

Angela Merkels Antwort: “Weil diese Person mein Vertrauen hat.”

Großartige Satire. Besser geht’s kaum.

Selten wurde in gut sechzig Sekunden klar, wie es um unser Land bestellt ist.

Danke, Rob Savelberg!

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Internet-Manifest: Wie Journalismus heute funktioniert. 17 Behauptungen – eine Kritik

Auf Initiative von Mario Sixtus hat sich eine Gruppe von Menschen in den vergangenen Wochen und Tagen im Netz vernetzt, um der Debatte über den “Untergang des sogenannten Qualitätsjournalismus” und der latenten Internetfeindlichkeit in vielen Medien ein zeitgenössisches Manifest entgegen zu setzen. Das Internet-Manifest “Wie Journalismus heute funktioniert. 17 Behauptungen.” erscheint heute um Punkt 11:55 Uhr (Kurz vor 12) hier und an vielen anderen Orten im Netz, um einen zukunftsorientierten Standpunkt in die Debatte zu bringen. Die Erstunterzeichner, zu denen ich auch gehöre, stehen am Ende des Textes. Auf der Seite “Internet-Manifest” kann jeder (bald) gerne Mitzeichner werden. Der Text steht unter der CC-BY-Lizenz und kann zu den Bedingungen gerne und oft wieder verwendet und kopiert werden.

Es ist erfreulich zu sehen, daß sich einige Leute in unserem Land ernsthafte Gedanken zu diesem weitreichenden Thema machen. Der Ansatz ist daher lobenswert und kommt zum rechten Zeitpunkt – nicht, weil etwa demnächst wieder eine Bundestagswahl ansteht, sondern weil es höchste Zeit ist zu erkennen, welche grundlegenden Schwierigkeiten auf die Zukunft der Demokratie zukommen.

So sehr ich diesen Ansatz auch schätze, so ist es doch offensichtlich, daß etliche der Behauptungen dringend diskutiert, wenn nicht sogar gänzlich überarbeitet werden müssen. Um nur ein Beispiel aus der Debatte zu nennen:

3. Das Internet ist die Gesellschaft ist das Internet.
Für die Mehrheit der Menschen in der westlichen Welt gehören Angebote wie Social Networks, Wikipedia oder Youtube zum Alltag. Sie sind so selbstverständlich wie Telefon oder Fernsehen. Wenn Medienhäuser weiter existieren wollen, müssen sie die Lebenswelt der Nutzer verstehen und sich ihrer Kommunikationsformen annehmen. Dazu gehören die sozialen Grundfunktionen der Kommunikation: Zuhören und Reagieren, auch bekannt als Dialog.

polyoinos: Das ist schlicht falsch. Die Mehrheit der Menschen ist gerade einmal User und verfügt meist nur irgendwie über einen Internetanschluss (der oftmals gerade einmal im Monat angeworfen wird). Aktiv mitwirkende User sind das also lange nicht zwingend und das Gros der Bevölkerung, besonders der Teil ab 40, 45 Jahren, sitzt immer noch mehrheitlich vor der Glotze (und müsste erst mühsam hin zu aktivität sozialisiert werden). Natürlich sollten die Medienhäuser darauf vorbereitet sein, dass die aktivere Userschaft wächst, aber erst einmal ist sie noch klein. Und ob sie später wirklich aktiv und gestaltend wirken wird, ist noch sehr fraglich.

Da schon sehr viel zu diesem Thema gesagt und geschrieben wurde, möchte ich das Rad nicht neu erfinden, sondern auf die Webseite meines geschätzten Kollegen und Freunds, Dr. Frank Weinreich hinweisen, der mir bei der kritischen Betrachtung der siebzehn Behauptungen aus der Seele spricht. Ich kann daher nur seine Auseinandersetzung mit diesem Thema empfehlen:

Zum Internet-Manifest - bei Polyoinos.de

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Du bist Terrorist

Ohne Worte.

Gemeinsam für ein sicheres Deutschland. Die Kampagne „Du bist Deutschland“ war 2005 der Beginn einer positiven Stimmungswelle im ganzen Land. Diese gebündelte Energie hat sich 2009 umgekehrt, denn nun bist du potenzieller Terrorist und wirst überwacht.

Nominiert in der Kategorie “Politicool” beim Bitfilm-Festival.

Besuche und unterstütze das Projekt. http://www.dubistterrorist.de