‘The Blue Umbrella’ – Sondervorstellung des PIXAR-Kurzfilms in Berlin
Das Projekt INDAC unter Leitung von Johannes Wolters hat es sich seit vielen Jahren auf die Fahne geschrieben, der deutschen Animationsszene mit Sondervorführungen, Masterclasses und vielem mehr ein Forum zu schaffen, das es sonst nicht gäbe.
Heute gab es in Berlin (Berlinale sei Dank) eine Sondervorführung des neuen PIXAR Kurzfilms ‘The Blue Umbrella’ in der Filmkunst 66, bei der der deutschstämmige Regisseur Sascha Unseld nicht nur den Film selbst, sondern auch ein Making of, erste Production reels und den ursprünglichen Pitch vorstellte, mit dem er den Film bei PIXAR zur Produktiom gebracht hat.
Die Geschichte ist ebenso kurz wie süß (der Film dauert ja auch nur sechs Minuten): Wenn es in einer Stadt regnet, erweckt sie zum Leben und mit ihr die Regenschirme, mit denen sich die Menschen vor dem Regen schützen. Der Titelheld, der blaue Regenschirm, trifft an einer Ampel eine Dame, einen roten Regenschirm, und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Doch wie es bei Zufallstreffen dieser Art so ist – an einer Ampel! -, so trennen sich die Wege ihrer Besitzer sofort wieder, und der blaue Regenschirm muss jetzt handeln, wenn er die Liebe seines Leben jemals wiedersehen will … Mehr sei über den Inhalt nicht gesagt.

The Blue Umbrella (c) PIXAR, Disney
Mit großer Begeisterung erzählte Regisseur Sascha Unseld davon, wie eine ‘Story’ sich im Lauf des Produktionsprozesses entwickelt – von der ursprünglichen Idee über erste Entwürfe bis hin zu den verschiedenen Stadien der Animation. Mit diesem Kurzfilm schien PIXAR viele Fragen zu fotorealistischer Darstellung, aber auch Shading & Lighting aufzuwerfen und beantworten zu wollen. Spannend auch die Erkenntnis, dass selbst kurz vor der Fertigstellung des Films noch Änderungen eingeführt werden können, wenn Lasseter sagt: ‘So funktioniert das nicht. Das muss anders gemacht werden.’ Kreativität läßt sich halt keine Fesseln anlegen und schlägt oft seltsame Wege ein
Insgesamt eine wirklich faszinierende Stunde.
Und ja- diesen Kurzfilm sollte man sich unbedingt ansehen. Sehr süß, sehr schlicht, ganz einfach, aber doch mit Tiefgang. In der Liebe ist es eben nie einfach.




